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Stress

Stress

 

Es ist verrückt.

Kennt ihr die Falle… die Falle des Stresses, der Verzweiflung .. vielleicht sogar der Depression die einfach so im Alltag zuschnappt, weil man sich verrennt…

Es entsteht ein Tunnelblick…

Mir ging es so… es war verrückt…

Mein vorheriger Beitrag über Wut rührt daher…

In diesem Monat ist ziemlich viel „schief“ gegangen…

Vielleicht noch nicht einmal mehr als sonst… aber die schlechten Dinge sind zu sehr in den Mittelpunkt gerückt, sodass der Fokus ausgefüllt war von negativer Energie.

Wie sollte es in einem Januar nicht anders sein… als erstes wird das Geld knapp.

Tatsache… natürlich lässt man um Weihnachten herum für seine Partnerin einiges springen… das Geschenk war auch nicht gerade billig und sich selbst gönnt man auch noch was…

Dazu dann die Familie und einige Freunde… geht ja alles noch…

Nun ja… was kommt dann?

Dann kommt ein Bescheid einer Projektförderung, dass sie zu viele Fördergelder überwiesen haben und nun ein Teil zurückgezahlt werden muss.

Ein erheblicher Teil… nach 4 Monaten… das wunderbare daran, das Geld war bereits komplett verplant…

Danke liebe Förderung.

Nun… natürlich steht auch wieder die Autoversicherung hoch im Kurs… wie wunderbar…

Wieder eine Stange weniger auf dem Konto, zum Glück eingeplant.

Was kommt dann?

Dann läuft es im Job nicht mehr ganz rund… ein Projekt war nur am Scheitern… es gab kein vorwärtskommen mehr… diese Frustration…

Ich steckte fest… richtig fest und wusste nicht wie weiter… wo anfangen… noch einmal alles von vorne beginnen? Die Zeit reichte dafür nicht mehr aus…

Zeit… hach… sie ist der eigentliche Faktor, der den ganzen Druck auslöst…

Wie sie mich gehetzt hat… wie ich selbst mich gehetzt habe, in wahrer Eile und mit einer guten Portion Nervosität versuche ich weiter mein Glück…

Was kommt dann noch dazu?

Genau! Eine Fortbildung muss bald bezahlt werden und dafür muss das Geld beiseite geschafft werden… naja… was dachte sich die Industrie dann noch?

Genau… Strompreiserhöhung.

Freude.

Erst eine saftige Nachzahlung bei Strom und Gas … (Ja, dieser Winter war sehr kalt und hat bereits viel Energie verbraucht)

Gut…

Das Geld wird immer knapper…

In der Realität vielleicht nicht… aber im Kopf…

Und dort begann nun das Spektakel…

Der Mensch macht einen Fehler… er…

Er macht sich Gedanken.

 

Grausam… Gedanken… sie stürzen einen hinab in die Tiefe… in meinem Kopf war das Konto bereits leer, das Projekt am Scheitern und 4 Monate Arbeit in den Sand gesetzt… mein Leben stürzte…

Niemand hier… Einsamkeit… Dunkelheit…

Gedanken.

Kein Geld.

Kein Erfolg.

Kein Job.

Keine Liebe.

Nur… Angst, Verzweiflung, Schande, Frustration und Einsamkeit.

Schlichtweg Dunkelheit.

Und mit diesen Wörtern, mit dieser Gewissheit wandelt man durch den Tag… und man schweigt.

Schweigen… Ruhe… Einsamkeit… es liegt alles so nahe beieinander, sodass man sich langsam in diesem Labyrinth immer mehr verrennt… verirrt und keinen Lichtstrahl mehr sieht.

Man sieht sowieso nichts mehr außer Probleme und diesen Druck von der Gesellschaft (angeblich, wobei auch das wieder nur der eigene Druck der Phantasie ist)

Man wandelt… versucht… scheitert… und resigniert.

Man will nicht mehr… irgendwie will man nicht mehr.

Es ist wie bei einem Kind.

Es hat keine Lust mehr zu spielen. Das schönste auf der Welt ist eigentlich zu spielen… aber es will nicht mehr. Und dann… dann macht es kurz etwas anderes und fertig.

Es verlässt das Spiel und gewinnt wieder Freude daran.

Genauso ist es mit dem Leben.

Man lebt gerne, will es aber manchmal einfach nicht mehr.

Man muss sich also kurz aus dem Leben nehmen… mal von außen schauen…

Wie ich das gemacht habe?

Erst einem Freund alles anvertraut… meinem besten Kumpel… kurz nachdem ich meine angestaute Wut an meiner Partnerin entladen habe… wie töricht… wie seltsam…

Unglaublich untypisch für mich… aber in der Falle… im schwarzen dunklen einsamen Labyrinth passieren solche Dinge.

 

Nun… er riet mir… Löse erst ein Problem… freu dich … dann löse das nächste… usw.

Und ich hörte auf ihn.

 

Ich begann hinten.

Ich ließ meine Arbeit liegen… fuhr nach Hause und kümmerte mich um meine Frau.

Ich verbrachte ein glückliches Wochenende mit ihr, glücklich und zufrieden… schöpfte Kraft..

Schöpfte… schöpfte etwas noch viel wichtigeres … innere Ruhe und Gelassenheit… gepaart mit ein wenig Glück.

Am Montag kam ich dann in der Arbeit extrem gut voran.

Bin nun wieder voll dabei und mit etwas Glück wird alles gut gehen…

Ich sehe aber nach vorne.

Geld?

Ich habe alles einmal durchgerechnet… es wird klappen… kommt ein wenig aufs Timing an, aber es wird klappen.

Probleme?

Sie sind zwar noch da… aber nicht mehr so groß und erschreckend wie sie einmal waren…

Sie sind nicht mehr diese Falle, die mich gefangen hält sondern… Herausforderungen.

Herausforderungen des Lebens die es zu meistern geht.

Ich versichere… ich werde sie meistern.

Dazu habe ich mein Leben noch ein wenig umgestellt.

Wieder zu mir selbst gefunden…

Momentan geht es mir gut… es läuft in Bahnen und das wichtigste für mich

Ich habe einen Plan.

Einen guten Plan.

Ich bin strukturiert und weiß, wann ich was erreichen will und wie ich das schaffen will.

Dies alles verleiht mir Zuversicht und die hatte ich bitter nötig.

 

Das Ganze war trotzdem eine Erfahrung für mich, die mir gezeigt hat, wie Depressionen entstehen.

 

Ich habe mir vorgestellt… nehmen wir einen Menschen ohne einen so guten Kumpel … ohne den Mut und die Kraft oder den Halt, ohne die Frau für ein solches Wochenende.

Er wird versinken…

Erst bemerkt er es nicht… aber dann fällt er… immer weiter und weiter…

Dabei muss er nur kurz aufhören, weiter auf den Berg zu steigen, sich umschauen und sehen… hey, dort hängt ein Seil!

Einfach den Überblick wiedergewinnen.

Einfach einen Plan haben, ein kleines Ziel und ein großes.

Erst die 5 kleinen Ziele, damit das große Ziel nur noch ein Katzensprung ist.

Allzu lange hätte ich in der Falle nicht mehr stecken wollen…

Es geht rasant … man verliert sich sehr schnell und unterschätzt die ganze Angelegenheit und überschätzt die Stärke seines Charakters.

Schockierend… wirklich… es hat mich einfach nur erschrocken, was in diesem Monat mit mir abgelaufen ist.

Sogar kurze Gedanken an Selbstmord... keine ernsthaften... aber ich konnte Menschen in dem Moment verstehen... länger in der Falle zu leben... in dem Labyrinth... in der Dunkelheit... das kann ein Mensch nicht...

Ich bin oben gewesen und sehr tief gefallen… und nun steige ich langsam wieder auf.

Ich erklimme den Gipfel erneut, aber mit einem Lächeln. Mit einer Idee und einem Seil und einer Karte.

Stein für Stein… Meter für Meter…

Schweißperle für Schweißperle… werde ich ihn erreichen und oben mit einem strahlendem erfolgreichem Lachen stehen…

Aus… aus Stress wurde Angst und Dunkelheit… und aus Dunkelheit wurde Stress der mich zum Glück führt.

Glück.

 

"Blinder als blind ist der Ängstliche."

27.1.10 23:02
 


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